Handwerk und Unternehmen in Wickrath

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Die Wickrather Lederfabrik

Die Wickrather Lederfabrik war eine kleine Gerberei, die zu einer der größten Lederfabriken in Deutschland wurde.

Im Jahre 1855 übernahm Zacharias Spier (1836-1901) als 19jähriger die Roßleder-Gerberei von Bernhard Königs. (aus Stadtarchiv MG 10/25108,251179)

Schon 1864 folgte der Eintrag ins Handelsregister. Dank guter Auslandsbeziehungen, zum Beispiel in die USA, und dem Einsatz damals modernster Technik war das Unternehmen in der Lage sich stetig zu vergrößern und bald zu einer der größten und einflussreichsten Lederfabriken Deutschlands zu avancieren.

Einen Höhepunkt der Werksgeschichte stellt die Gründung der Aktiengesellschaft 1889 und die damit verbundene Namensänderung, in „Niederrheinische Aktiengesellschaft für Lederfabrikation (vorm. Z. Spier)“, dar.

Trotz der allgemeinen Wirtschaftskrise in den 1920ern liefen die Geschäfte, immer noch unter Führung der Familie Spier, weiterhin gut. So waren in der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg bis zu 500 Mitarbeiter beschäftigt. Durch den Krieg selbst waren die Lederwerke stark beschädigt, die Familie Spier auf Grund ihrer jüdischen Herkunft vertrieben und der Betrieb „arisiert“. 1948 kehrte die Familie Spier zurück, doch das geschwächte Unternehmen, mit zu dieser Zeit nur noch circa 200 Mitarbeitern, sollte sich nicht wieder erholen.

Textauszug aus Wikipedia, Die freie Enzyklopädie

Niederrheinischer Hof

41. Die Aufnahme zeigt einen Blick vom Marktplatz in Richtung Straßenkreuzung Wickrathberger und Wickrathhahner Straße. Rechts das Restaurant „Niederrheinischer Hof“ war im Besitz der Familie Franzmann, die dort eine Brauerei betrieb. Das Haus ist während des Fliegerangriffs vom 6. Februar 1945 zerstört worden. Links sieht man das im typischen englischen Fabrikbaustil errichtete Gebäude der alten Gerberei der Lederfabrik Zacharias Spier. Dieses Gebäude und das Wohnhaus an der Ecke wurden 1976 abgerissen. (Bild und Text „Wickrah in alten Ansichten)

Bild unten ein Blick in die Gerberei.

Gerberei

Bild: Bestand Heinz-Peter Wilms)


Dampfdreschmaschine

D 37 Auf diesem Bild von 1926 sehen wir das Dreschen mit einer Dampfdreschmaschine und einer Drahtstrohballenpresse. Für diese Arbeit waren bis zu 15 Personen erforderlich. Außer dem Maschinisten stand ein Mann zum Absacken am Dreschkasten. Zum Anreichen und zum Einführen der Garben waren drei bis vier Personen nötig. An der Drahtpresse standen zwei Personen und zum Strohstapeln waren ebenfalls zwei Leute erforderlich. Auf dem Felde waren dann noch drei bis vier Leute mit dem Laden der Karren beschäftigt. Auf diesem Felde hat früher die Ringofenziegelei gestanden.

Dreschen mit einer Dampfdreschmaschine und einer Drahtstrohballenpresse

Färberei

Färberei Sackermann

AW_17/9776 Die Rückseite der Schaumburggasse am gegenüberliegenden Niersufer zum Westflügel des Wickrather Schlosses. Das Bild zeigt den Hof von Sackermann, Mutter und Tochter stehen in der Türöffnung. Der Abfluß aus der Küche lief über den Hof in die Niers. Die Dacheindeckung mit Hohlziegeln ohne Dachrinne und die Falltüre zum Keller sind kennzeichnend für die damalige Bauweise. Sackermanns betrieben in der Schaumburggasse eine Färberei.


Korbflechter

75. Korbflechter haben sich in der Hohlstraße (heute Broichhausenstraße) zur Mittagsrast niedergelassen. Die Aufnahme entstand 1895. Auf dem Karrenschild ist zu lesen, daß der Korbflechter Fritz Bong aus Borschemich den Korbflechterberuf ausüben und Handel betreiben darf.

Korbflechter in der Holstrasse

Scherenschleifer

Scherenschleifer auf der Poststrasse

AW_17/9737_1 Der Scherenschleifer, den wir hier auf der Poststraße sehen (ebenfalls 1895), zog mit seiner ganzen Familie über die Dörfer. Frau und Kinder gingen von Haus zu Haus mit dem Ruf: "Der Scherenschleifer ist da!" Der Schleifstein mit dem Schwungrad war auf einer Schubkarre montiert und wurde mit dem Fuß über eine Tretvorrichtung betrieben. Die Tagesverpflegung für sich und seine Familie hatte er in einem Holzkasten untergebracht. Das Schleifen eines Messers oder einer Schere kostete 5 bis 10 Pfennig


Schausteller

AW_17/9734 in einer Zeit ohne Fernsehen, ohne große Attraktionen, war der Besuch von Schaustellern, die über die Dörfer zogen, ein Erlebnis für jung und alt. Der Trommeljunge trommelte und pries lautstark die Ankunft der Schausteller- truppe an, einen Affen, der auf dem Pferd ritt, einen anderen, der auf der Karre possierliche Kunststücke darbot. Ein Kamel brachte die Illusion aus dem Morgenlande, 1895 wurde die Aufnahme auf der Straße Op de Fleet gemacht.

Schausteller Fliethstrasse

Gestüt im Schloß Wickrath

Wickrather Gestütswärter beim Furagieren auf dem Innenhof des Schlosses

AW_17/9722 Wickrather Gestütswärter beim Furagieren auf dem Innenhof des Schlosses. Nachdem die Franzosen 1794 Wickrath besetzt hatten und der Graf Quadt zu Wickrath geflüchtet war, richtete die französische Präfektur 1803 ein kaiserliches Hengstdepot ein, welches bis 1813 bestand. 1839 wurde dann von den Preußen das königliche Landgestüt von Engers nach Wickrath verlegt. In den Jahre 1912 bis 1914 erreichte das Gestüt mit 210 Hengsten die Höchstzahl.


Die Wickrather Mühle

44. Neben den zahlreichen Wassermühlen gab es in Wickrath auch eine Windmühle. Sie stand am Klingelsberg, an der Straße, wo sich heute der alte Friedhof befindet. Es ist nicht bekannt, wann die Mühle errichtet wurde. In einer Aufstellung der Güter, die aus dem Dominalbesitz (13. November 1816) stammt, finden wir: Eine Windmühle zu Wickrath, dem electeur Palatin gehörig, verkauft am 5. 12. 1803 zu Aachen für 17000 frcs. Letzter Windmüller war Emil Quack. Die Mühle wurde 1911 durch Deutzer Pioniere gesprengt. Auf dem Bild soll Willibald Rente als junger Mann zu erkennen sein.

Wickrather Windmühle

Metzgerei Gabriel Kieven

Metzgerei Gabriel Kieven

A 76 Metzgerei Gabriel Kieven Ecke Beckrather Strasse/Kirchstrasse In dem stattlichen Haus Ecke Beckrather Strasse/Kirchstrasse wohnte der Metzgermeister Gabriel Kieven.




Quellen:
Bilder aus der Sammlung Wilhelm Kuhlen
Aktualisiert am: 09.03.2013 von webmaster